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Kasse

Kaffeehäutchen als natürlicher Dünger für Kartoffeln

 

Zum Rösten kommen die rohen Kaffeebohnen in den gasbetriebenen Trommelröster und werden dort erwärmt. Wir praktizieren die Langzeitröstung, wobei die Bohnen auf etwa 200 ° erhitzt werden. Während dieses Prozesses, der je nach Bohne und gewünschtem Röstgrad 12 bis 20 Minuten dauert, verdampft das im Rohkaffee enthaltene Wasser und die Bohnen blähen sich auf ca. das doppelte Volumen auf. Dabei platzt das äußere Kaffeehäutchen ab. In der Vergangenheit haben wir die Kaffeehäutchen gesammelt und mit dem Biomüll entsorgt. Recht spontan entstand dann bei einem Gespräch mit Stefanie und Dirk Holberg die Idee, die Kaffeehäutchen als Dünger zu verwenden.

 

Wir haben die Holbergs gebeten, sich kurz vorzustellen und den Einsatz der Kaffeehäutchen in ihrem Betrieb zu beschreiben. Stefanie kam unserem Wunsch gerne nach:

 

Wir sind Stefanie und Dirk Holberg und betreiben unseren Hof seit 2018 als Nebenerwerbslandwirtschaft. Noch in 2017 fand ich einen interessanten Artikel über bunte Kartoffeln in einer Zeitschrift. Aus Neugier bestellte ich welche und wir pflanzten diese dann im Frühjahr 2017 auf einen sehr kleinen Probeacker. Das Ergebnis war toll - diese bunten Knollen überzeugten uns! Damit stand es fest: Wir bauen 2018 Kartoffeln auf der landwirtschaftlichen Fläche von etwa einem Hektar an. Bunte Sorten sollten es sein und die Linda, eine alte Deutsche Sorte.

 

Von vornherein war klar, dass wir beim Anbau unserer Kartoffeln auf den Einsatz jeglicher Chemie strikt verzichten wollten. Nach und nach haben wir historische Geräte angeschafft - einen Hassia Kartoffelernter, einen RS 09 Geräteträger und einen Hackrahmen, um Unkraut Herr zu werden und anzuhäufeln. Wir möchten bewusst zurück und so anbauen, wie die Natur es hergibt, mit der Natur. Beim Besuch des Tages der offenen Tür anlässlich des zehnjährigen Jubiläums von rabenschwarz hatten wir dann die spontane Idee, die Kaffeehäutchen als organischen Dünger für unsere Kartoffeln zu nutzen. Somit mussten sie nicht mehr in den Müll.

 

 

Zusammen mit dem Mist unserer Schweine und Schafe haben wir die Kaffeehäutchen dann im Herbst auf den Acker gefahren und untergearbeitet. Im Frühjahr wurden dann die Kartoffeln gepflanzt. In den Boden kamen die Sorten Linda, Laura, Heiderot, Violetta, Pink Gypsy und Nemo. Mit den ersten kleinen Pfläzchen kamen dann leider auch die Kartoffelkäfer. Da wir grundsätzlich auf Chemie verzichten, mussten wir diese in Handarbeit aus den Pflanzen sammeln. Das war mühselig, ist uns aber im Großen und Ganzen auch gelungen.

 

 

Ab Ende August werden wir die Kartoffeln ernten können. Erste Proben mit ganz kleinen Kartöffelchen machen uns sicher, dass die neue Ernte tolle Kartoffeln bringen wird, die dann auch ein wenig rabenschwarzes haben werden. Anbieten werden wir die Kartoffeln dann in unserer neuen Kartoffelhütte auf dem Hof. Da wird es dann auch Freiland-Eier unserer neuen Hühner geben, die Grünlandauslauf bekommen und nur mit gentechnikfreiem Futter gefüttert werden. Zudem gibt es verschiedene Kürbissorten, Schalotten und Knoblauch.

 

Über den Hof Holberg

Zu finden ist der Hof Holberg Vorm Baum 6 in Radevormwald (von Schwelm über die Spreeler Mühle kommend vor Remlingrade links). Dort steht auch die Kartoffelhütte, die ab Ende August wieder bestückt sein wird. Immer im Frühjahr gibt es auch Fleischpakete von Bunten Bentheimer Hausschweinen, die auf dem Hof gehalten werden. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Hof Holberg und auf deren Facebook-Seite.